Transforum
Koordinierung der Praxis und Lehre von Dolmetschen und Übersetzung
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Die Geschichte des Transforum – 20 Jahre Dialog Praxis und Lehre


verfasst von Prof. Dr. Karl-Heinz Stoll, Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim


Das Transforum fördert seit 1984 den Informationsfluss zwischen Praxis und Lehre in beiden Richtungen, um die Qualität von Übersetzungs- und Dolmetschleistungen zu optimieren. Zu diesem Zweck hat das Gremium in mittlerweile 47 Plenums- sowie in zahlreichen Ausschusssitzungen eine Fülle von Initiativen entwickelt.
Zu den Aufgaben von Transforum gehören insbesondere:

Der Austausch von Informationen über Anforderungen des Marktes und Entwicklungen in der Ausbildung.
Die Erarbeitung von Stellungnahmen zu diesen Bereichen zwecks frühzeitiger Information des Berufsstandes.
Die Diskussion und Umsetzung von Anregungen aus den Berufsverbänden der Dolmetscher und Übersetzer.
Die Erstellung aus- und fortbildungspolitischer Leitlinien und die Mitwirkung bei deren Realisierung.
Die Information der Öffentlichkeit über die Aus- und Fortbildung von Übersetzern und Dolmetschern und deren Bedeutung für die multilinguale und multikulturelle Kommunikation.
Die Extension der Arbeit in einen europäischen Rahmen hinein.

Die Mitglieder des Transforum (vgl. Anhang 1) kommen zur Hälfte aus der Praxis und zur Hälfte aus der Lehre. Sie bilden einen repräsentativen Querschnitt: Freiberufler, Übersetzungsdienste und agenturen, große und kleine Sprachendienste von Industriefirmen, eine deutsche und eine EU Behörde sowie die Ausbildungsstätten im Bereich von Universitäten, Fachhochschulen und bayerischen Fachakademien. Die Berufsverbände der Übersetzer und Dolmetscher sind als Beobachter vertreten.


Konstitution

198183 hatte der von John D. Graham für die angestellten Übersetzer im BDÜ gegründete „Schwerter Kreis“ ein „Wissensprofil“ für Übersetzer und Dolmetscher sowie Anforderungen an Universitäten zwecks praxisorientierterer Ausbildung erarbeitet und im November 1983 auf einem sehr gut besuchten BDÜ Symposium mit dem Namen Begegnung zwischen Praxis und Lehre in Köln präsentiert. Es wurde gewünscht, dass die Vorstellungen des „Schwerter Kreises“ mit Vertretern der Lehre gründlich diskutiert und auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden sollten. BDÜPräsident HansThomas Schwarz lud daher ein zur konstituierenden Sitzung eines „Koordinierungsausschuss Praxis und Lehre des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)“ genannten Gremiums. Diese Sitzung fand am 27.10.1984 bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH in Eschborn statt.
Die Mitglieder des Koordinierungsausschusses (KA) aus der Praxis waren auf Vorschlag des „Schwerter Kreises“ ad personam vom BDÜPräsidenten ernannt worden. Die eingeladenen drei Universitäten, die damals in Deutschland Übersetzer und Dolmetscher ausbildeten, Heidelberg, Mainz/Germersheim und Saarbrücken, die Hochschule Hildesheim, die Fachhochschule Köln, das Sprachen- und DolmetscherInstitut München und die Würzburger Dolmetscherschule entsandten jeweils einen Vertreter .


Organisation

1986 richtete der Koordinierungsausschuss ein Generalsekretariat ein, das 14 Jahre lang von Jutta Zeumer kompetent und ideenreich geleitet wurde. Nicht zuletzt ihrem moderierenden Diskussionsstil ist es zu verdanken, dass der Ausschuss auch in Zeiten heftiger Kontroversen nicht auseinander fiel. Seit Anfang der 90er Jahre ist der KA keine Unterorganisation des BDÜ mehr, sondern ein unabhängiges Gremium, das seine Mitglieder selbst auswählt. Im März 1998 änderte es seinen Namen zu „Transforum – Koordinierungsausschuss Praxis und Lehre des Übersetzens und Dolmetschens“ und gab sich eine Geschäftsordnung. Die Kontakte zu den Berufsverbänden wurden auf eine breitere Basis gestellt. Zum BDÜ kamen hinzu: ADÜ Nord (Assoziierte Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e.V.), AIIC (Association Internationale des Interprètes de Conférence), Aticom Fachverband der Berufsübersetzer und Berufsdolmetscher e.V., sowie VÜD (Verband der Übersetzer und Dolmetscher e.V.). Auf der 41. Sitzung am 3.4. November 2000 in Berlin wurde Dr.Ing. Wolfgang Sturz zum Generalsekretär gewählt. Ihm obliegt seither unter anderem auch die Pressearbeit sowie die Entwicklung und Betreuung der Website (www.transforum.de), welche das Portal zu einer Reihe von Dokumenten und weiterführenden Links darstellt. Über die Website ist auch ein Diskussionsforum für die Mitglieder des Ausschusses zu erreichen, in welches zahlreiche für die Arbeit relevante Papiere eingestellt werden.
Das Transforum setzt sich aus Vertretern divergierender Interessen mit gemeinsamer Zielsetzung zusammen. Die Mitgliederzahl hat sich über die Jahre verdreifacht. Heute sind von Seiten der Lehre auch die Humboldt Universität zu Berlin und die Universität Leipzig vertreten, die neu gegründeten Fachhochschulen Flensburg, MagdeburgStendal, München und Köthen sowie alle bayerischen Fachakademien (letztere werden bei Abstimmungen mit der Stimme des Sprachen- und DolmetscherInstituts München repräsentiert). Die Praxis verstärkte ihre Präsenz durch die erwähnten zusätzlichen Berufsverbände und durch weitere neue Mitglieder, um das Gleichgewicht zu wahren und um neues Expertenwissen einzubringen.
An zahlreichen Sitzungen nahmen auch Studierende teil; die Mitglieder des KA beziehungsweise Transforum bekräftigten mehrfach ihren Wunsch nach kontinuierlicher Mitwirkung dieser Gruppe. Allerdings besteht bei dem häufigen Personenwechsel in den Fachschaften erstens das Problem, dass die Studierenden kaum aktiv mitarbeiten können, und zweitens erwies sich die Frage der Reisekosten als so schwierig, dass meist nur Studierende einer gastgebenden Hochschule anwesend sind.


Konfrontation

In den ersten Sitzungen zeichneten sich sehr deutlich zwei gegensätzliche Parteienstandpunkte ab: die der Praxis auf der einen und der Lehre auf der anderen Seite. Die Praxis verbalisierte sofort sehr explizit ihre Unzufriedenheit mit der bestehenden Übersetzer- und Dolmetscherausbildung und deren Absolventen.
Zum ersten Forderungskatalog der Praxis gehörten folgende Punkte:

Ausbau und Verbesserung der Sachfachausbildung
Einführung der Studierenden in Textverarbeitung, Terminologiedatenverarbeitung und Maschinenübersetzung
Praxisrelevante Ausrichtung der Übersetzungstheorie
Grundlagen der Terminologiearbeit
Obligatorisches Verhandlungsdolmetschen für Übersetzer
Verwendung praxistypischer Textarten in Übersetzungsübungen (z.B. Verträge, Ausschreibungen, Angebote und Patente)
Einübung des Umgangs mit defekten Originalen
Einbindung des Sachfachs in die Übersetzungsübungen
Angebot von Fortbildungsveranstaltungen
Praxisnahe Prüfungen, auch unter Verwendung von Hilfsmitteln wie z. B. Terminologiesammlungen

Heute ist all dies selbstverständlicher Teil der Ausbildung. Damals sahen sich die Vertreter der Lehre aber durch vernichtende Gesamturteile und harsche Kritik an Details (wirklicher oder angeblicher) Unterrichtspraktiken mit ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Vorwürfen und Wertungen konfrontiert und außerdem mit einer Fülle von speziellen, zum Teil firmenspezifischen Anforderungen. Diese waren in den gültigen starren Lehrplänen vom Ende der siebziger Jahre, nach denen alle Studierenden die gleichen Kurse zu absolvieren hatten, nicht unterzubringen, und es standen dafür auch keine Stellen zur Verfügung. Je nach Temperament verfielen die Vertreter der Lehre in verbockt defensive oder in aggressive Haltungen. Nach der zweiten Sitzung des KA sah sich einer von ihnen (der an der Sitzung gar nicht teilgenommen hatte) veranlasst, in einem empörten Schreiben an alle Ausschussmitglieder darzulegen, der KA überschreite seine Kompetenzen, wenn er die bisherige Ausbildung „terminologisch und konzeptionell auf den Kopf stellen“ wolle und fragte, welches denn überhaupt der rechtliche Status des Gremiums und seiner Mitglieder sei.

Auf der fünften Sitzung im November 1985 legte die Praxis eine gemeinsame Erklärung vor, die der Lehre Reformunwilligkeit und verkrustete Strukturen vorwarf; die bisher geführten Diskussionen seien fruchtlos, da konkrete Vorschläge der Praxis rigoros von der Lehre abgeblockt würden. Sie drohten, ihr Mandat mit einem entsprechenden Bericht an den BDÜ zurückzugeben.

Ein Praxisvertreter überspitzte seine Kritik an den Lehrinhalten in einem als „Arbeitspapier“ bezeichneten Schreiben: „Neben praxisfernen sprachlichen und übersetzerischen Fähigkeiten wird unter der anspruchsvollen Bezeichnung Sachfach unkoordiniert, sprach- und lehrkraftabhängig und ziellos das eine oder andere Kapitel aus irgendeinem oder mehreren Fachgebieten angeboten.“ Die Sachfachausbildung müsse mit der gleichen Intensität betrieben werden wie die übersetzerische Ausbildung. Institute, die diese Voraussetzungen nicht erfüllten, sollten seiner Meinung nach schließen. Dies veranlasste den wackeren Kämpfer für die Ehre der Lehre wiederum, ihm schriftlich „Unsachlichkeit“, „Diffamierung und Verunglimpfung“ zu bescheinigen.

Einer der wenigen Studieninhalte, über deren Rolle es (angesichts der permanenten Debatten in der Universität: erstaunlicherweise) kaum je Kontroversen gab, ist die Kulturwissenschaft – vermutlich, weil man das heiße Eisen einer Definition und Vertiefung tunlichst nicht anfassen wollte. Denn aufgrund einiger Andeutungen war man sich wohl der Tatsache bewusst, dass der Begriff für manche TransforumMitglieder Allgemeinbildung und Weltwissen evoziert, für andere das Design von Gegenständen und Texten des täglichen Gebrauchs und für wieder andere Philosophie, Literatur und Künste oder politische Strukturen und soziale Institutionen oder Konventionen und Verhaltensweisen des Alltags. Es ist sicher auch gut, wenn einzelne Dozenten und Institutionen in diesem Bereich eigene Schwerpunkte und Profile entwickeln.


Kooperation

Dissonante Töne wurden allerdings bald merklich leiser, und die Ausschussmitglieder lernten, einander zuzuhören. Vertreter der Lehre mit nicht konsensfähigen ReformSteckenpferden bzw. der Überzeugung, die Arbeit sei für ihre Institution irrelevant und ohnehin unergiebig, erklärten, ihre weitere Mitarbeit sei Zeitverschwendung und zogen sich zurück. In den Augen der Mehrheit wurde allerdings von Anfang an durch die Tatsache, dass überhaupt Probleme auf den Punkt gebracht wurden und durch den Entschluss, sie gemeinsam zu beheben, der Grundstein für eine fruchtbare Zusammenarbeit gelegt. Aggressive und defensive Haltungen wichen dem Bemühen um gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Situationen und Möglichkeiten. Kampfabstimmungen und Diskussionen um Legitimation, Sinn des Fortbestands des Gremiums oder um Stimmrechte, die in den Protokollen des ersten Jahrzehnts einen breiten Raum einnehmen, sind im zweiten sehr selten geworden. Es entwickelte sich eine konstruktive Arbeit und gemeinsame Willensbildung durch Konsens. Die Lehre erkannte ihre Defizite und verstand, dass mehr Praxisnähe in die Ausbildungsinhalte einfließen muss. Die Praxis sah ein, dass man nicht eben mal jede Menge neuer Kurse in ohnehin randvolle acht Semester stopfen kann und dass Universitäten der Wissenschaftlichkeit, didaktischen Erwägungen sowie den Rahmenvorgaben von Ministerien zu Studien- und Prüfungsordnungen und zu Einstellungsvoraussetzungen der Lehrenden verpflichtet sind.
Skeptische Stimmen hört man heute nur von Außenstehenden, die mit der Arbeit des Gremiums nicht vertraut sind. Es gibt immer noch einerseits Praktiker, die eigene Berufserfahrungen zur Norm für die Ausbildung erheben möchten, von antiquierten Vorstellungen über die Lehre ausgehen oder nicht verstehen, dass die Reform von Lehrplänen und Studiengängen ein schwieriger und langwieriger Prozess ist, und andererseits Hochschullehrer, die äußern, man dürfe sich doch nicht von der Industrie vorschreiben lassen, wie Studierende auszubilden seien.


Produktion

Der KA produzierte eine große Menge von Arbeitspapieren, aus denen folgende konkrete Ergebnisse entstanden:

1986 wurde das in zehn Sitzungen erarbeitete Memorandum des KA als Sonderdruck aus dem Mitteilungsblatt für Dolmetscher und Übersetzer 5/1986 veröffentlicht; 1990 erfolgte ein Nachdruck von weiteren 1.000 Exemplaren (Text auch in www.transforum.de). Das Memorandum bezieht zu allen Aspekten der Ausbildung von Übersetzern und Dolmetschern Stellung und spricht klare, detaillierte Empfehlungen zur Reform der Studiengänge aus. Es wurde allen Ausbildungsstätten und zuständigen Ministerien zugestellt. Seit Anfang 1991 liegt der Text auch auf Englisch, Russisch, Französisch und Spanisch vor und fand, da es nirgends eine vergleichbare Beschreibung und Begründung von Ausbildungsinhalten gab, auch international viel Beachtung (etwa in Finnland, Kanada, Italien, Großbritannien und den USA, wie Ausschussmitglieder berichteten). Das Memorandum wurde unter anderem 1987 auf dem Kongress der FIT (Fédération Internationale des Traducteurs) in Maastricht vorgestellt, diente bei der European Translation Platform (ETP) als Diskussionsgrundlage und sollte die Basis für die Arbeit von POSI (Praxisorientierte Studieninhalte in der Dolmetscher- und Übersetzerausbildung, s. unten) werden.

Die Reaktionen der zuständigen Kultusministerien auf die Schrift waren eher unverbindlich, die von Ausbildern und Studierenden in den Institutionen teils skeptisch, teils aufgeschlossen, teils ablehnend. Manche sahen zu plötzlich zu viele ungewohnte Anforderungen auf sich zukommen. Die Studierenden in Saarbrücken meinten, das Memorandum habe sie als Zielgruppe aus den Augen verloren; die in Germersheim rechneten unter anderem clever nach, wie erschreckend oft die Wörtchen „müssen“ und „sollen“ in dem Text vorkamen, und sahen die Gefahr, Ausbildung könne zur Auftragsarbeit für die Industrie verkommen. Andererseits begrüßten die Studierenden die Forderungen nach der Benutzung von Hilfsmitteln bei Prüfungen, der Praxisnähe von Lehrkräften und der Integration von Auslandsaufenthalten in das Studium sowie der Organisation von Praktika.

Die Zielvorgaben des Memorandum fanden bereits Eingang in die noch gültigen alten Curricula vom Ende der siebziger Jahre (so wurde in Germersheim schon in den Achtzigern der Anteil von Fachübersetzungen auf Kosten der gemeinsprachlichen verdoppelt, die Ausbildung in den Sachfächern ausgebaut und mit den Fachübersetzungen verzahnt; in die Überarbeitung der Prüfungsordnung an der Universität Heidelberg von 1989 gingen die Empfehlungen des Memorandum ein; bei der Erarbeitung des neuen Studiengangs an der Fachhochschule Flensburg spielten sie eine gewichtige Rolle). In den während der neunziger Jahre erarbeiteten modularisierten Diplom- und den derzeit anlaufenden Bachelor- und MasterStudiengängen, die eine verstärkte Spezialisierung und Flexibilisierung der Ausbildung ermöglichen, konnten die Empfehlungen schließlich in aktualisierter Form weitgehend umgesetzt werden. Eine Neufassung des Memorandum ist ein besonderes Anliegen von Transforum, allerdings scheint sie in der derzeitigen Umbruchsituation der allgegenwärtigen Einführung von konsekutiven BA/MAStrukturen noch nicht sinnvoll.

Fortbildungsveranstaltungen für berufstätige Übersetzer und Dolmetscher wurden Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre in Trägerschaft des BDÜ in Germersheim, Heidelberg, Hildesheim, Köln und Saarbrücken durchgeführt zu Themen wie Computer und Übersetzen, Konferenzdolmetschen und Technical Writing. Der BDÜ hatte verschiedentlich Pläne ventiliert, seine Fortbildungsaktivitäten an Euroschulen, einem gewerblichen Unternehmen unterhalb der Ebene von Fachakademien, oder bei der AKAD (Akademikergesellschaft für Erwachsenenfortbildung mbH, Stuttgart) zu institutionalisieren, was vom KA als nicht sachdienlich gewertet wurde. Das Problem der Hochschulen bestand bis in die Neunziger darin, dass sie beim Angebot von Fortbildung auf die Trägerschaft durch einen externen Verein angewiesen waren, denn sie durften selbst keine Einnahmen verwalten (wodurch etwa die Bezahlung von Referenten ein unlösbares Problem darstellte). Der große Erfolg der BDÜKurse veranlasste die Ausbildungsinstitutionen, sich um neue Möglichkeiten zu bemühen, Fortbildung in eigener Regie zu organisieren, und da mittlerweile auch die Politik das Schlagwort vom lebenslangen Lernen entdeckt hat, gehört Fortbildung heute zum selbstverständlichen Angebot der Hochschulen.

Nach Abschluss des Memorandum befasste sich der Koordinierungsausschuss mit der Erarbeitung eines umfassenden Berufsbildes („Berufsbild für Übersetzer, Dolmetscher und verwandte Fremdsprachenberufe“, in: Mitteilungsblatt für Dolmetscher und Übersetzer 4/1988). Es bildete den Ausgangstext für die Erstellung einer europäischen Standardbeschreibung des Übersetzerberufs, die unter der Leitung von Jutta Zeumer (Präsidentin des FIT Komitees für den Status der Übersetzer und Dolmetscher) mit Vertretern der nationalen Berufsverbände von Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien und Spanien entstand. Diese Beschreibung wurde auf der XIII. Internationalen FIT Konferenz in Brighton/England vorgestellt und diente zusammen mit dem Memorandum als Vorlagefür das POSI Projekt.
1988 begann auf eine Anregung des KA hin Peter A. Schmitt seine Fragebogenaktion zur „Berufspraxis der Übersetzer und Dolmetscher“ (Berichtssonderheft des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer, 1990), deren Ergebnisse auch international große Beachtung fanden.

1989 verbreitete der KA über den BDÜ einen Aufruf an Unternehmen und Behörden zur Bereitstellung von Praktikantenplätzen („Mehrsprachigkeit im Binnenmarkt 1992“, Mitteilungsblatt für Dolmetscher und Übersetzer 4/1989). Die Aktion war für Lehrende und Studierende überzeugend: Die Studierenden, die ein Praktikum absolviert hatten, gewannen deutlich an Motivation und setzten ihr Studium danach zielstrebiger fort als solche ohne Praktikantenerfahrung.

An der deutschen Norm „Übersetzungsaufträge“ (DIN 2345) von 1998 wirkte eine ganze Reihe von Mitgliedern des Transforum mit. Aufgrund ihrer Erfahrungen in diesem Gremium konnten sie auf weitergehende Kenntnisse als nur die ihres eigenen beruflichen Umfelds zurückgreifen. DIN 2345 war der erste Versuch, den Übersetzer als gleichberechtigten Partner im Übersetzungsauftrag zu etablieren. Sie diente als Vorlage für die österreichischen Normen ÖNorm 1200 und 1201. Ausgehend von diesen erfolgt derzeit unter spanischer Federführung die Erarbeitung einer europäischen Norm, deren Fertigstellung für Ende 2004 geplant ist. Inhalt ist die Gestaltung der Prozesse, die zum Produkt Übersetzung führen, um dadurch Professionalität, Qualitätsbewusstsein und Kundenorientierung zu sichern. Der Status von Übersetzungen (und Übersetzern) wird gefördert und unqualifizierte Anbieter sollen fern gehalten werden. Die Bemühungen um eine europäische Norm gehen auf einen Vorstoß des Verbands der Übersetzungsunternehmen (EUATC) zurück, aber es wurde Einigung darüber erzielt, statt „Übersetzungsunternehmen“ den Begriff „ÜbersetzungsDienstleister“ zu verwenden. Dadurch erweitert sich das Spektrum der Anbieter wesentlich: Es umfasst auch informelle Gruppen (z.B. einzelne Freiberufler, die sich mit anderen zu Teams mit Druckspezialisten, Grafikern, Projektführung usw. zusammenschließen), Dokumentationsfirmen oder sogar Berufsverbände und ähnliche Organisationen.

Ein ganz wichtiger Teil der Arbeit des KA war die Erarbeitung von Beiträgen zur Erhaltung der universitären Ausbildungsgänge als solche. Es wäre dem Ansehen des Berufs sicher nicht förderlich, wenn sich in der Öffentlichkeit der Eindruck verbreitete, Übersetzer und „Dolmetscher“ kämen ausschließlich von Sekretärinnenschulen, Berufsfachschulen, Fachakademien und Fachhochschulen. Außerdem müssen für den eigenen Nachwuchs Möglichkeiten der akademischen Weiterqualifikation durch Promotionen und Habilitationen an den Universitäten erhalten bleiben.

Der Wissenschaftsrat hatte in seinen 10 Thesen zur Hochschulpolitik vom 22.1.93 die Verlegung der universitären Institutionen an Fachhochschulen befürwortet:
An den Universitäten gibt es in manchen Fächern Studiengänge, die nach Zielsetzung und Ausgestaltung dem Profil von Fachhochschulstudiengängen entsprechen (z.B. Studiengänge für das Lehramt für die Primarstufe und für die Berufsschule, Sozialpädagogik, Freizeitpädagogik, Dolmetscher, Übersetzer). Solche Studiengänge sollten möglichst an Fachhochschulen verlagert [...] werden, um Ressourcen für den Auf- und Ausbau entsprechender Angebote an Fachhochschulen zu gewinnen. Soweit derartige Verlagerungen nicht möglich sind, müssen die Bedingungen dieser Studiengänge den für die Fachhochschulen geltenden angepaßt werden. Dies gilt einerseits für die Personalstruktur, den Anteil der Lehrbeauftragten, die Rekrutierung des Personals aus der Berufspraxis und das Lehrdeputat sowie andererseits für die Studienzeiten und die notwendigen Praxissemester.

Dass hier Grundschullehrer, Freizeitpädagogen, Übersetzer und Dolmetscher in einem Atemzug genannt werden, zeugt einerseits vom Imagedefizit der Translatoren, andererseits mussten die Ausführungen auch als Warnung vor einer zu nachdrücklichen Betonung der Praxisnähe und Vernachlässigung der Wissenschaftlichkeit verstanden werden. Bei den zuständigen Ministerien kamen die Thesen wegen des aufgezeigten Sparpotenzials natürlich sehr gut an. Es entstand der Eindruck, als sei man dort bestrebt, nur Germersheim und Leipzig als universitäre Institutionen bestehen zu lassen. Im Augenblick scheint sich die Mode gerade wieder gewandelt zu haben: Von Seiten der Politik wie der Universitäten wird bei allen Studiengängen Praxisbezug eingefordert.
Mehrfach drohten Verlegungen des Saarbrücker und des Heidelberger Instituts an Fachhochschulen bzw. eine Pädagogische Hochschule. Der KA verfasste Briefe an Ministerien und Universitätsleitungen, und etliche Mitglieder des KA engagierten sich individuell. Beide Institute blieben – dank mannigfaltiger Unterstützung auch von anderen Seiten – an ihren Universitäten. Weniger erfolgreich war das Bemühen um den Erhalt der universitären Ausbildung in den neuen Bundesländern. Dazu hatte der KA eine Stellungnahme entworfen, auf deren Basis BDÜ Präsident Friedrich Krollmann mit der Hochschulrektorenkonferenz, der Ständigen Konferenz der Kultusminister und dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft korrespondierte. Nur die frühere Sektion Theoretische und Angewandte Sprachwissenschaft der Universität Leipzig konnte ihren Status als eigenes Universitätsinstitut bewahren; sie heißt jetzt Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (Leipzig war schon 1989 zum ersten Mal im KA vertreten, 1992 fand die erste Sitzung dort statt). Die Institute an den Universitäten Greifswald und Rostock wurden „abgewickelt“, das heißt geschlossen. Die Humboldt Universität zu Berlin (seit 1992 im Ausschuss, erste Sitzung dort 1994) betreibt zwar heute einen DiplomStudiengang „Interkulturelle Fachkommunikation (Übersetzen/Dolmetschen)“ parallel zu einem novellierten DiplomStudiengang „Übersetzen“, das eigene Institut wurde aber aufgelöst und in sehr reduzierter Form in die Philologien integriert. Andererseits etablierten sich neue Studiengänge an den Fachhochschulen in MagdeburgStendal, Köthen und Zittau-Görlitz.

Die Praxisvertreter klagten oft und anschaulich über das mangelhafte Ansehen des Berufsstandes und die Tendenz zur Trivialisierung ihrer Arbeit. Öffentlichkeitsarbeit tue not. Lange Diskussionen über neue Titel und Berufsbezeichnungen wie (Diplom) Translator oder Translatologe, Sprachexperte, Auslandsberater, Auslandsfachfrau oder mann, Sprachmittler, Kommunikationskonsultant und dergleichen wurden ergebnislos abgebrochen. 1997 veröffentlichte der KA die Informationsbroschüre Übersetzen und Dolmetschen zur Berufspraxis und zur Ausbildung mit dem Ziel, in den Chefetagen von Unternehmen und Behörden das Problembewusstsein für mehrsprachige Kommunikation zu verbessern und dem Berufsstand zu helfen, dem Produkt Übersetzung eine sachgerechte Wertschätzung zu verschaffen. Die mit einem Vorwort des Bundeswirtschaftsministers versehene und von Peter A. Schmitt mit attraktivem Layout ausgestattete Broschüre erschien in einer Auflage von 10.000, eine Kurzfassung in doppelter Menge (vgl. auch: http://www.xlatio.de). Sie wurde an zahlreiche von den Praxisvertretern und vom BDÜ bereitgestellte Adressen verschickt sowie den Berufsverbänden und Hochschulen zur Verteilung überlassen.

Mit dem 1996 vom Transforum angestoßenen Projekt POSI - Praxisorientierte Studieninhalte in der Dolmetscher- und Übersetzerausbildung (Practical Orientation of Study Contents in the Training of Interpreters and Translators) versuchte das Gremium, seine Arbeit in einen europäischen Rahmen zu erweitern. Ein Ziel war die Harmonisierung der Ausbildungsinhalte. Die von Heidrun GerzymischArbogast im November 1996 in Saarbrücken organisierte Gründungsversammlung mit einer Beteiligung von etwa 50 Repräsentanten aus Praxis und Lehre in dreizehn Ländern war ein großer Erfolg. Hier wurde beschlossen, dass jedes Land sein eigenes Transforum bilden und einen Vertreter benennen solle. Diese Vertreter trafen sich ein Jahr später an der Universität Mons und im November 1998 in London zu Seminaren. Die nationalen Komitees insbesondere in Belgien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Holland, Italien, der Schweiz und Tschechien hatten sich ausgiebig mit dem Memorandum auseinander gesetzt und ähnliche Aktivitäten entwickelt wie das deutsche Transforum. Das Seminar in London erarbeitete eine Reihe von Empfehlungen zur Praxisorientierung und Qualitätssicherung von Studiengängen und zur Bereitstellung von Praktikantenplätzen. Liese Katschinka, die Generalsekretärin der FIT, stellte bei der EU im Rahmen des LEONARDO Programms einen Antrag auf Förderung des POSIProjekts. Nachdem dieser abgelehnt war, wurde die gesamte Initiative bedauerlicherweise als gescheitert angesehen und nicht weiter verfolgt.

Seit 1995 waren Mitglieder des Transforum als Gutachter in verschiedenen Bereichen der Lehre tätig: Die Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, Berlin, berief KlausDirk Schmitz und Jutta Zeumer in die Gutachterkommission für die Übersetzer- und Dolmetscherausbildung an der HumboldtUniversität zu Berlin. Die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover – ZEvA – gewann beide im Juli 2000 für die Gutachtergruppe zur Akkreditierung der BA/MA Studiengänge an der Universität Hildesheim. Im Frühjahr 2003 wandte sich die ZEvA an Christiane Nord und Jutta Zeumer als Gutachter für die Akkreditierung der BA und MA Studiengänge an der FH Köln.


BA/MA Diskussion

Die auf der Grundlage vor allem der Bologna Declaration von 1999 durchgeführten Arbeiten an der Reform der DiplomStudiengänge (Modularisierung) und an den neuen konsekutiven Bachelor und Master Strukturen wurden von vornherein vom Transforum kritisch begleitet. Die einzelnen Hochschulen präsentierten sehr ausführlich ihre Projekte in den verschiedensten Phasen und stellten sie zur Diskussion. Das Gremium bietet die einzige Gelegenheit für Vertreter aller deutschen Ausbildungsstätten, einander regelmäßig zu treffen und auszutauschen. Dadurch werden mehr Transparenz, Koordinierung und Abstimmung der Studiengänge möglich und jeweilige besondere Akzentsetzungen sichtbar. Der von KlausDirk Schmitz erstellte tabellarische Überblick über die BAs in Germersheim, Heidelberg, Hildesheim, Köln und Wien zeigt, dass diese einander in den Grundkonzepten und in vielen Details sehr ähnlich sind und demonstriert zugleich den – von der Zahl der angebotenen Sprachen abgesehen – wichtigsten Unterschied: In IT plus Sachfächer investiert Heidelberg beim “BA Translation Studies for Information Technologies” (der Entwurf des “BA Übersetzungswissenschaft” steht noch nicht zur Verfügung) 42 SWS (40 ECTS), Wien nur 5 (5 ECTS); Hildesheim und Köln bieten 16 (24 ECTS) und Germersheim wahlweise zwischen 12 (20 ECTS) und 29 (54 ECTS).
Die Praxisvertreter im Transforum erstellten ihrerseits ein differenziertes Anforderungsprofil zu kulturellen, technischen und übersetzerischen Grundkompetenzen, Sprachkombinationen, Fachgebieten, Einsatzbereichen, Softskills, Arbeitsorganisation, betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, Praktikum/Auslandsstudium und Zusatzkompetenzen.

Immer wieder wurde über Entwicklungen in Europa berichtet und 2002 und ’03 von Gästen der Stand der Entwicklung von Bachelor- und Masterstudiengängen in den Niederlanden und in Österreich vorgestellt. Für die Sitzung zum 20jährigen Jubiläum von Transforum, 21.23.10.2004 in Saarbrücken, ist eine umfassende internationale Bestandsaufnahme geplant.

Ein Überblick über die Situation in Deutschland (vgl. Anhang 2) ergab im November 2003, dass an sechs Universitäten und drei Fachhochschulen insgesamt ca. 30 verschiedene Abschlussgrade zunächst an die Seite (und vielleicht bald an die Stelle) der bisherigen „DiplomÜbersetzer“ und „DiplomDolmetscher“ treten sollen und noch einige mehr in der Diskussion sind. Meist handelt es sich dabei offenbar um präzisere Etikettierungen der ohnehin vorhandenen Schwerpunkte einzelner Institute oder um Kombinationen und Spezialisierungen, wie sie zum Teil auch schon in den bewährten modularisierten DiplomStudien möglich waren, in den neuen Strukturen aber deutlich ausgebaut werden können. Mit wenigen Ausnahmen beträgt die Studiendauer für die BAs drei Jahre, für die MAs zwei Jahre. Neue Inhalte finden sich vor allem wohl im Heidelberger “BA Translation Studies for Information Technologies” (auf Informations- und Kommunikationstechnik fokussiert, nur für Englisch und Deutsch), im Kölner „MA Internationales Management und interkulturelle Kommunikation“ (vier Trimester, davon eines in Frankreich und zwei in den USA, starke Fokussierung auf Wirtschaft) sowie im Germersheimer „MA Interkulturelle Germanistik“ (nur für Studierende mit BSprache Deutsch, Fokus auf gegenwartsbezogener Kulturwissenschaft).

Das Stadium der Umsetzung von BA/MA Studiengängen ist sehr unterschiedlich. Die Mehrzahl ist noch in Vorbereitung, zur Akkreditierung eingereicht (ein Akkreditierungsverfahren dauert etwa zwei Jahre) oder bereits akkreditiert, aber noch nicht in Kraft. Bereits studiert werden können erst fünf BAs: “Translation Studies for Information Technologies” an der Universität Heidelberg in Kooperation mit der Fachhochschule Mannheim, „Internationale Kommunikation und Übersetzen“ in Hildesheim, „Mehrsprachige Kommunikation“ sowie „Sprachen und Wirtschaft“ in Köln und „Fachdolmetschen für Wirtschaft, Gerichte und Behörden“ in Magdeburg. Nur drei MAStudiengänge sind bereits angelaufen: „Konferenzdolmetschen“ in Germersheim, „Sprachen und Technik“ in Hildesheim sowie „Internationales Management und interkulturelle Kommunikation“ in Köln.

Von Seiten der Politik gab es im Laufe der letzten Jahre und je nach Bundesland sehr unterschiedliche Signale, wie die neuen konsekutiven Studiengänge gestaltet werden sollten. Es hieß beispielsweise, die Grade sollten mit oder ohne Zusatz vergeben werden, der Master sei als anzustrebender Regelabschluss für alle oder als Ausnahme für eine Elite zu konzipieren.

Die am 10.10.2003 von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossenen „Ländergemeinsamen Strukturvorgaben [...] für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen“ (http://www.kmk.org/aktuell/pm031010.htm, link am Ende von 5.) besagen neuerdings, dass nur noch die Grade “Bachelor of Arts” oder („deutschsprachige Form“) „Bakkalaureus der Wissenschaften“ und “Master of Arts” (kein Vorschlag für eine „deutschsprachige Form“) vergeben werden dürfen: „Fachliche Zusätze zu den Abschlussbezeichnungen sind ausgeschlossen. [...] Auskunft über das dem Abschluss zugrunde liegende Studium im Einzelnen erteilt jeweils das ‘diploma supplement’“ (kein Vorschlag für eine „deutschsprachige Form“) . Offenbar ist die Abschaffung der Zusätze die Reaktion der KMK auf den bisherigen „Wildwuchs“. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen die neuen Vorgaben auf die Studiengänge und ihre Bezeichnungen haben werden.

Für die Fachhochschulen ist die Einführung des MA besonders attraktiv, da sie eine Aufwertung beinhaltet. Der KMKBeschluss stellt fest: „Bachelorabschlüsse verleihen grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie Diplomabschlüsse an Fachhochschulen. Masterabschlüsse verleihen grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie Diplom- und Magisterabschlüsse an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen.“ In einer Fußnote wird dazu ergänzt: „Nach der geltenden Vereinbarung mit der Innenministerkonferenz eröffnen an Fachhochschulen erworbene Masterabschlüsse den Zugang zum höheren Dienst, wenn dieses in der Akkreditierung festgestellt wurde.“ (Eine solche Feststellung wurde bei bisher erfolgten Akkreditierungen wohl noch nicht thematisiert.)
Zur Frage des berufsqualifizierenden Regelabschlusses verordnet die KMKjetzt: „In einem System mit gestuften Studienabschlüssen ist der Bachelor der Regelabschluss eines Hochschulstudiums. Er hat ein gegenüber dem Diplom- und Magisterabschluss eigenständiges berufsqualifizierendes Profil, das durch die innerhalb der vorgegebenen Regelstudienzeit zu vermittelnde Inhalte deutlich werden muss.“
Die Praxisvertreter im Transforum haben sehr nachdrücklich betont, es werde sehr schwierig sein, mit dem BA eine Abschlussqualifikation zu schaffen, die von der Wirtschaft, dem öffentlichen Dienst und internationalen Organisationen nachgefragt wird. Nach den formalen Anforderungen bei der Einstellung für die EU hätten BAAbsolventen dort keine Chance. Dass der Studiengang keine Fachübersetzer und erst recht keine Konferenzdolmetscher hervorbringen kann, ist allgemeiner Konsens. Allenfalls bei Konzentration auf nur eine Sprache wie insbesondere Englisch oder Deutsch als Fremdsprache ist vielleicht ein gewisses Maß an Berufsqualifikation zu erwarten; wenn zwei Sprachen studiert werden und zu diesen beispielsweise gar Chinesisch oder Arabisch gehören, mit Sicherheit nicht. Es kann überdies darauf verwiesen werden, dass die seit Ende der Siebziger an den Universitäten bestehenden (jetzt abgeschafften oder auslaufenden) SechsSemester Studiengänge mit dem Abschluss „Akademisch geprüfter Übersetzer“ (AGÜ) und nur einer Fremdsprache kaum nachgefragte Misserfolge waren: Sie hatten sich (mit realen Studienzeiten von durchschnittlich vierzehn Semestern!) vor allem zur letzten Zuflucht für Studierende entwickelt, die das DiplomExamen partout nicht schafften.

Andererseits kann solchen skeptischen Argumenten entgegengehalten werden, dass es auch für Absolventen von Fachhochschulen (deren bisheriger Abschluss ja laut KMK dem BA entspricht) und auch von Fachakademien (die in drei Jahren „Staatlich geprüfte Übersetzer/Dolmetscher“ hervorbringen) einen Markt gab und gibt. Sicherlich ist zudem der Titel BA international (und für ausländische Studierende) attraktiver als der Titel AGÜ. Und schließlich dürfte durch die (schon im Memorandum geforderten) Eingangsvoraussetzungen und Zulassungsprüfungen eine sachgerechtere Auswahl der Studienbewerber möglich sein als bisher.

Durch den MA wird eine Abwertung von DiplomAbschlüssen der Universitäten befürchtet. Die größere Differenzierung der Studiengänge kommt allerdings dem Wunsch der Praxis nach Flexibilität der Ausbildung entgegen. Hinsichtlich der Bewertung der zahlreichen verschiedenartigen Abschlüsse durch Arbeitgeber sehen die Praxisvertreter einerseits die Gefahr einer Verwirrung; andererseits werde die detaillierte Aufschlüsselung der Leistungen auf dem der Bachelor- bzw. MasterUrkunde beizulegenden “diploma supplement” einen Beitrag zu größerer Transparenz der Kenntnisse und Fähigkeiten der Absolventen leisten.

Die selbständigen MAStudiengänge ziehen auch qualifizierte Absolventen aus anderen Studienrichtungen an. So waren zum Beispiel in Germersheim unter den 41 Bewerbern für den Studiengang „Konferenzdolmetschen“ zum WS 03/04 nur fünf Absolventen eines translatorischen Studiengangs; die übrigen hatten Abschlüssen in Philologie, Wirtschaftswissenschaften, Internationalen Beziehungen, Politikwissenschaft, Bauingenieurwesen, Jura, Islamwissenschaft, Kunstgeschichte etc. (Der Zulassungsprüfung stellten sich übrigens 23, zugelassen wurden sieben der Bewerber.)
Und schließlich erfüllt der Grad „MA Konferenzdolmetschen“ die alte Forderung des Berufsverbandes AIIC, Dolmetscherausbildung dürfe nur in Form von graduate studies stattfinden. „DiplomDolmetschen“ gilt als problematisch und ist trotz ausführlicher Erklärungsversuche in der Vergangenheit auch auf der aktuellen Site des Verbands (http://www.aiic.net/ViewPage.cfm/page372.htm#emci) immer noch mit der Einstufung “Undergraduate course” versehen sowie mit dem Satz: “National regulations on higher education make it impossible to comply fully with some of the AIIC criteria.” Die AIICListe von 44 Ausbildungsstätten weltweit teilt diese in drei Qualitätsstufen ein. Unter den sechzehn in Gruppe 1 finden sich keine mit DiplomAbschluss, aber zum Beispiel die University of Queensland, Australien, die Universidad de la Laguna, Teneriffa und die Ecole de traducteurs et d’interprètes de Beyrouth, Libanon sowie selbstverständlich die Ecole Supérieure d’Interprètes et de Traducteurs (ESIT), Paris und die Ecole de traduction et d’interprétation de l’Université de Genève (ETI). In Gruppe 2 schafften es Heidelberg (Rang 23 im Gesamtklassement) und Germersheim (Rang 24). Saarbrücken (Rang 28), das Sprachen- und Dolmetscherinstitut München (Rang 29) (“Nongraduate training”) und die Fachhochschule Köln (Rang 37) sind in Gruppe 3. Von den österreichischen Instituten wird nur Wien (Rang 39) gelistet.

Den Universitäten ist bei aller Skepsis gegenüber den neuen Entwicklungen klar, dass sie sich dem Druck der Politik letztlich nicht widersetzen können und besser das Heft des gestaltenden Handelns in der Hand behalten statt von außen aufoktroyierte Studiengänge übernehmen zu müssen.


Information

Die Sitzungen des Transforum finden abwechselnd in den Firmen der Praxisvertreter und den Institutionen der Lehre statt. Den Vorsitz führen die jeweiligen Gastgeber. Es ist außerordentlich bereichernd, dass jedes Mal eine ausgiebige Vorstellung der Arbeit vor Ort erfolgt. Sie erstreckt sich von der Organisation des Übersetzens und Dolmetschens über eingesetzte Hilfsmittel und die Zusammenarbeit mit anderen Teilen einer Firma, Statusfragen und Zukunftsperspektiven bis hin zum Ausflug in die Tiefen eines Braunkohletagebaus, die Produktionshallen von Mannesmann Demag oder die prächtig renovierte Bibliotheca Albertina und das postmoderne Institutsgebäude der Universität Leipzig. Ein Blick auf die Arbeitsplätze der Übersetzer in den Betrieben lässt drastische Veränderungen erkennen. Vor 20 Jahren imponierten Wände voller Fach- und Wörterbücher (“Books do furnish a room!”), heute sieht man in manchen Übersetzungsabteilungen oder agenturen ausschließlich Computer. Die großen Firmen decken ihren gestiegenen Translationsbedarf nur in Sonderfällen (SAP scheint hierfür ein Beispiel zu sein) durch Aufstockung der festen Mitarbeiter; meist betreiben sie vermehrtes Outsourcing (DaimlerChrysler etwa kauft mittlerweile trotz großer inhouseAbteilung zwei Drittel seiner Übersetzungen von außen ein). Bei manchen Firmen sind die „Übersetzungs“abteilungen nahezu ausschließlich mit dem Koordinieren und Überprüfen von freiberuflich angefertigten Übersetzungen beschäftigt (Beispiel: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH); hier sind das Berufswissen bei der Auswahl der externen Partner, Qualitätssicherung und Terminologiearbeit entscheidend für ein erfolgreiches Übersetzungsmanagement.

Die dominierende Rolle des Englischen im Translationsgeschäft wurde und wird immer wieder illustriert. So erwähnte Jutta Zeumer, die Sprachendienstleiterin der GTZ, schon in der ersten Sitzung des KA, dass die umfangreichen Unterlagen für die zahlreichen Projekte im Ausland immer häufiger in Englisch erstellt werden. Das bedeutet, dass Übersetzungen in die nationalen bzw. Verkehrssprachen der Projektländer aus dem Englischen erfolgen. Im Anforderungsprofil der Praxis von 2002 heißt es: „EnglischKenntnisse sind für alle Studierenden, unabhängig von der Sprachkombination wichtig, deshalb muss es ein Angebot geben. [...] Englisch ist als einzige Arbeitssprache für Freiberufler häufig ausreichend; bei Angestellten in Übersetzungsbüros, bei Firmen und Behörden, ist eine BSprache, häufig auch eine CSprache erforderlich.“

Englisch wurde generell zur Firmensprache wie bei dem deutschfranzösischen Chemiekonzern Aventis, bei DaimlerChrysler und der „Zürich“ VersicherungsGesellschaft oder zur Verkehrssprache zwischen verschiedenen Teilen des Unternehmens wie bei VW und Bayer. Verträge und technische Dokumentationen werden nur auf Englisch verfasst, Konferenzen auf Englisch abgehalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt verwendet fast nur Englisch und ignoriert damit das sonst bei EUInstitutionen geltende „SitzPrinzip“ bei der Sprachenwahl (Französisch, wenn der Sitz einer Institution im französischen Sprachgebiet liegt). Da in letzter Zeit bei Vertretern aller Berufssparten ein höheres Fremdsprachenniveau im Englischen erzielt worden ist, erfolgte bei vielen Firmen eine Veränderung der Aufgabenstellung von Übersetzern: kaum noch Übersetzungen aus dieser Sprache ins Deutsche zu Informationszwecken, weniger Übersetzungen ins Englische, aber ein enormer Zuwachs an redaktioneller Überarbeitung der von den jeweiligen Fachleuten selbst fremdsprachlich konzipierten Texte (Grammatik, Verständlichkeit der inhaltlichen Darstellung, kulturell adäquate Ausdrucksweise, Wahrung der Stilebene für bestimmte Textsorten), und die Revisoren sind gefordert, ihre Korrekturen zu begründen. Beim Dolmetschen führt die zunehmende Verwendung von Englisch als Relaissprache, in die alle anderen übertragen werden, zu einem erhöhten Bedarf an aktiver Beherrschung dieser Sprache.

Die Sitzungen von Transforum und Gespräche am Rande derselben vermitteln ein umfassendes Bild vom Berufsstand. Der Freelancer ist gerade im Übersetzerberuf oft ein Elancer, ein Teletranslator, der seine Arbeit per Internet und Intranet empfängt, recherchiert, organisiert und erledigt. Andererseits gibt es tatsächlich auch heute noch Einzelkämpfer mit TerminologieZettelkästen. Manche Freiberufler tragen schwer an unregelmäßigen Arbeitszeiten, mangelnder sozialer Absicherung und – Vereinsamung. Bei den Einstellungsvoraussetzungen von Firmen und Behörden erlangen neben dem Diplom und eigenen Eingangsprüfungen (Probeübersetzungen) zunehmend die Erfahrungen von Bewerbern in Praktika Bedeutung. Die Großaufträge etwa aus der Computerbranche, Medizintechnik, Autoindustrie oder Audio- und Videoproduktion sind sowohl von der Textmenge als auch vom Zeitdruck und der Vielfalt der Zielsprachen her von keiner Einzelperson mehr zu bewältigen. Daher zeigt sich in den letzten Jahren eine Zunahme der Bedeutung von Übersetzungsagenturen und eine Tendenz zum Zusammenschluss von Übersetzern zu Teams und Sozietäten. Die Umsetzung der oben erwähnten europäischen Prozessnorm wird diese Tendenz voraussichtlich noch verstärken.

Beim Dolmetschen gibt es zwei unterschiedliche Entwicklungen: Tätigkeiten, die ohne spezielle Ausbildung in den Techniken des Konferenzdolmetschens von Übersetzern aufgrund ihrer Sprachkompetenz ausgeübt werden können, werden mehr und mehr von Übersetzungsbüros und Agenturen organisiert. Dies betrifft das CommunityDolmetschen (public service interpreting), das Verhandlungsdolmetschen sowie das QuasiSimultandolmetschen/Flüsterdolmetschen mit Werkführungsanlage ohne Kabine. Das professionelle Konferenzdolmetschen erfuhr zu Beginn der 90er Jahre eine Tendenz zum Zusammenschluss zu so genannten Konferenzberatungen, die Akquisitions, Beratungs- und Organisationsaufgaben übernehmen. Versuche, die Zusammenstellung von Teams Sekretariatskräften zu übertragen, scheitern jedoch sehr oft an der Komplexität der Qualitätssicherung: Nur wer regelmäßig mit anderen Spezialisten auf Fachkongressen arbeitet, hat einen genauen Überblick über die Qualitätsstruktur und Spezialisierung des Angebotes. Daher sind professionelle Konferenzdolmetscher meist eigenständige Freiberufler, die Direktverträge mit den Kunden abschließen.

Der allgemeine Informationswert der Sitzungen des Transforum ist hervorragend. Ich selbst hörte z.B. Begriffe wie Globalisierung (lange bevor dies zum Schlagwort wurde) oder Simultanübersetzung (nicht als die falsche Bezeichnung für eine Art des Dolmetschens, sondern im Sinne einer zeitgleich mit den – umfangreichen – Ausgangsdokumenten erstellten Übersetzung) zum ersten Mal im KA. Informationen und Meinungen aus der Praxis kamen mir bei der Gremienarbeit in der Universität, insbesondere der Erarbeitung von Studien- und Prüfungsordnungen, aber auch bei Lehrveranstaltungen und Publikationen zugute.

Die Mitglieder von Transforum informieren sich gegenseitig immer wieder – oft per email Verteiler – über Veranstaltungen und Informationsquellen von gemeinsamem Interesse. Fast bei jeder Sitzung spielen computergestützte Terminologiearbeit, Stand der Maschinenübersetzung sowie Einsetzbarkeit und Unzulänglichkeiten von Translation Memory Systemen eine Rolle. Von Anfang an haben insbesondere Eberhard Tanke und WolfDieter Haehl über die neuesten Entwicklungen berichtet; Vertreter der Siemens Nixdorf AG gaben vor Ort Einblicke in die Materie (bis hin zur anschaulich enormen Divergenz zwischen den für Maschinen- bzw. Humanübersetzungen verlangten Preisen); Entwickler von berufsbezogener Software wurden zu Präsentationen eingeladen.
Sehr gerne wird die Bekanntschaft mit prominenten Praxisvertretern von der Lehre dazu genutzt, den Studierenden Einblicke ins Berufsleben geben zu lassen, beispielsweise durch das Angebot von Praktika in Firmen, die Mitbetreuung von Diplomarbeiten und die Einladungen zu Vorträgen. 1985 bestritten John D. Graham, Jutta Zeumer, Ursula Reisen und WolfDieter Haehl eine Vortragsserie an der Universität Heidelberg. 19912001 nahm Frau Zeumer in Saarbrücken Lehraufträge zum Thema „Übersetzungsmanagement“ wahr. Wolfgang Sturz berichtete 2003 an der HumboldtUniversität, der FH Flensburg, der Universität Leipzig und dem Sprachen- und DolmetscherInstitut München aus der Praxis des Übersetzens. Bei den Sitzungen in Germersheim sind Podiumsdiskussionen im – stets überfüllten – Audimax zur Tradition geworden. Auch bei diesen zeigt sich übrigens die neu gewonnene Sensibilität im Umgang miteinander: Während 1985 die Praxisvertreter ihr Publikum plakativ mit kaum erfüllbaren Forderungen frustrierten („Sehr schnell ganz große Textmengen übersetzen! 80 Seiten pro Tag!“ – „Da können wir das Studium nur aufgeben!“ „Wir sind doch schon froh, wenn wir überhaupt übersetzen können!“), vermittelten sie bei allen späteren Gelegenheiten vor allem sachliche Information über den Beruf und erreichten einen Motivationsschub bei Dozenten wie bei Studierenden.


Extension

In den letzten zwanzig Jahren haben sich Praxis und Lehre beträchtlich gewandelt, nicht nur in Bezug auf Computerisierung und Lehrinhalte. Die Niederlassungsfreiheit in der EU, die Öffnung Mittel- und Osteuropas sowie die Globalisierung der Wirtschaft führten zu drastischen Veränderungen der Praxis in Deutschland. Früher gab es fast nur deutsche Übersetzer und Dolmetscher, heute herrscht eher das Muttersprachenprinzip: Translationen ins Englische, Französische oder Russische werden in zunehmendem Maße von Muttersprachlern des Englischen, Französischen oder Russischen geliefert. International tätige Firmen und Übersetzungsagenturen ergänzen das Muttersprachenprinzip durch das Ziellandprinzip: Muttersprachler übersetzen grundsätzlich in ihrem eigenen Land, so dass ihre soziokulturelle Einbindung in das Umfeld der Zielsprache gesichert bleibt. Laut ASSIM Study (europa.eu.int/comm/information_society/evaluation/pdf/report2mlis_en.pdf) hat die Translationsindustrie in den letzten Jahren weit überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt. Derzeit arbeiten in Europa ca. 100.000 Übersetzer und Dolmetscher, der größte Teil von diesen, nämlich 82.000, als Freiberufler oder Mitarbeiter von Agenturen. Die Wirtschaft hat weiterhin einen hohen Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften.

Angesichts des massiven Wachstums etablierten sich in vielen Ländern zahlreiche neue akademische Ausbildungsinstitutionen für Übersetzer und Dolmetscher (in Spanien gibt es dergleichen heute fast an jeder Universität, in Europa mehr als 150). Die Mehrzahl ist aus Philologien hervorgegangen und hat philologisch ausgebildete Dozenten; Praxisbezug ist in vielen Fällen ein Fremdwort.

Die Internationalität der Studierenden an deutschen Universitäten hat drastisch zugenommen. Während beispielsweise in Germersheim über Jahrzehnte hinweg die Zahl der ausländischen Studierenden bei 200 bis 300 lag und diese vorwiegend aus wenigen westeuropäischen Ländern, vor allem Frankreich stammten, werden heute – bei einer durch Numerus clausus weiterhin auf etwas über 2.500 Studierende limitierten Gesamtzahl – über 1.000 aus 90 Staaten ausgebildet. (Das größte Kontingent, derzeit 139, kommt seit einigen Jahren aus Polen.) Im Wintersemester 2003/04 gibt es in Germersheim außerdem 130 Austauschstudierende. 490 ausländische Studierende haben sich um eine Neuimmatrikulation beworben, von diesen wurden aufgrund der strengen Auswahlkriterien (NC + TestDaF) allerdings nur 133 aufgenommen. Die europaweite Einführung der BA/MAStrukturen und des European Credit Transfer System (ECTS) haben das erklärte Ziel, die Vergleichbarkeit von Studiengängen zu erreichen und die Mobilität noch zu erhöhen.


Konklusion

Aufgrund all dieser Entwicklungen erscheint der Versuch, den Dialog von Praxis und Lehre zu europäisieren und zu globalisieren, als wichtigste Aufgabe für die Zukunft. Auch wenn nach der Ablehnung des POSIAntrags die Finanzierung internationaler Reisetätigkeit ein Problem darstellt, war es doch sehr enttäuschend, dass das Transforum dieses als endgültiges Scheitern akzeptierte – ein solches Problem ist doch nicht unüberwindbar! Vielleicht könnte ein neuer Anlauf unternommen werden, indem CIUTI und FIT zusammen ein solches Gremium zu initiieren suchen.


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